Aartalbahn doch nicht vor dem Aus?


In Landtag und Stadtverordnetenversammlung gehen die Meinungen auseinander

Mehr Pendler, mehr Verkehr. Wiesbaden und sein Umland erstickt im Verkehrschaos. Die Mobilitätswende ist längst überfällig. Statt langer Planungen und Überlegungen müssen alternative Konzepte umgesetzt werden.

Die ULW Rathausfraktion hat stets den Fokus auf dem Thema Mobilität. Wiesbaden ist reif für eine Verkehrswende. Als dritten Ring auf Schienen bezeichnete Veit Wilhelmy (ULW) das vorhandene Gleisbett der Aartalbahn. Die Reaktivierung birgt nach Meinung der ULW Rathausfraktion ein enormes Potenzial. Bereits im Oktober hat die Fraktion einen Antrag zur Reaktivierung der Aartalbahn auf den Weg gebracht und ein Konzept zur Streckenplanung vorgelegt. Die Grünen sprachen sich deutlich gegen den Antrag aus und er scheitere durch die Stimmen der Kooperation in der Stadtverordnetenversammlung.

Grün ist nicht gleich grün

Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz scheinen nun auch das Potenzial der Trasse erkannt zu haben. Sie gaben kürzlich eine Machbarkeitsstudie zur Sinnhaftigkeit der Reaktivierung der Gesamtstrecke der Aartalbahn in Auftrag. Presseberichten zu Folge ist die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im rheinlad-pfälzischen Landtag, sogar davon überzeugt, dass sich die Aartalbahn bezahlt machen würde.

Unverständlich, warum es diese Haltung nicht über die Landesgrenze hinaus nach Hessen in die Stadtverordnetenversammlung Wiesbaden schafft. Grün ist halt nicht immer gleich grün. Die Meinungen zu Grundsatzthemen scheinen stark zu differieren.

„Die Sinnhaftigkeit von Projekten sollte im Vordergrund stehen. Es bringt nichts sich alleine auf die Citybahn zu konzentrieren und alle anderen Lösungen aus vermeidlicher Angst vor Konkurrenz unter den Tisch fallen zu lassen. Die Aartalbahn steht nicht in Konkurrenz zur Citybahn.“, betont Veit Wilhelmy (ULW). „Die beiden Systeme würden sich ergänzen und ein neues Zeitalter der Mobilität einläuten. Das ist Rentabilität durch Vernetzung und eine Chance für Wiesbaden sowie die umliegende Region den Verkehr auf die die Schiene zu verlagern. Das schafft eine Entlastung für 66.000 Pendler“, so Wilhelmy weiter.

 

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