Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) City-Bahn


Anfrage der Fraktion LKR&ULW nach § 45 Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung

Die von der CityBahn veröffentlichte NKU, basierend auf der Streckenführung durch die Kasteler Straße und über den Bahnhof Wiesbaden Ost, geht von einem NKU-Quotienten von 1,5 aus. Dieser Wert besagt, dass jeder für die Realisierung der CityBahn eingesetzte Euro eine volkswirtschaftliche Rendite von 50 Prozent erbringt.

Für die aktuelle Strecke über Biebrich allerdings wurde noch keine NKU veröffentlicht. Tendenziell dürfte der Faktor schlechter sein, da der Fahrweg weiter ist und damit höhere Kosten entstehen. Auch der zuvor angenommene Reisezeitgewinn von durchschnittlich 36 Sekunden dürfte dann nur minimal sein, falls überhaupt noch vorhanden. Reisezeitgewinne könnten nur noch durch den Wegfall von Haltestellen erzielt werden, wie beispielsweise der Robert-Krekel-Anlage. Sollte der NKU-Faktor unter 1 sinken, bedeutete das das Ende des Projektes, denn die Kosten würden dessen Nutzen übersteigen und damit den Bau der CityBahn nicht förderwürdig machen.

Vor diesem Hintergrund befragen wir den Magistrat zu folgenden drei Punkten:

1. Die veröffentlichte NKU der CityBahn geht noch von einer inzwischen verworfenen Linienführung über den Bahnhof Wiesbaden Ost aus, welches Kosten-Nutzen-Verhältnis würde sich für die aktuelle Planungsvariante über Biebricher Allee und durch Biebrich ergeben?

2. Welches Kosten-Nutzen-Verhältnis ergäbe sich, wenn dort alle bisherigen Haltestellen beibehalten würden?

3. Welches Kosten-Nutzen-Verhältnis ergäbe sich, wenn wenigstens die meistfrequentierte Haltestelle in Biebrich „Robert-Krekel-Anlage“ und die Haltestelle „Theodor-Heuss-Ring“, bei der viele Schüler des Gymnasiums Am Mosbacher Berg ein- und aussteigen, beibehalten würden?

(Foto: Thorben Wengert/pixelio)

 

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