Immer wieder die WJW


Die ULW kritisiert den nachlässigen Umgang mit der städtischen Jugendwerkstatt und fordert Planungssicherheit und gerecht Löhne für die Angestellten

Es ist noch nicht lange her, da sah sich der Betriebsrat der Wiesbadener Jugendwerkstatt (WJW) dazu gezwungen, einen Brandrief an die kommunalen Entscheidungsträger zu schreiben. Die Beschäftigten, u.a. Jugendliche, die Schwierigkeiten haben auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Ausbildungsstelle zu finden, drückten darin ihre Sorge darüber aus, dass die WJW formal immer noch keinen operativen Geschäftsführer hat. Worte wie „Postengeschacher“ oder „fassungslos“ waren im Brandbrief zu lesen.

„Und das zu Recht!“, kommentiert Veit Wilhelmy,  ULW. Zwar wurde der Vertrag des Interims-Geschäftsführers Winfried Kühnl mittlerweile verlängert, doch eben erst, nachdem massive Kritik am Vorgehen der Stadt artikuliert worden war. Wilhelmy fragt, ob es überhaupt so weit kommen musste und kritisiert: „Ich kann mich nicht erinnern, dass der Betriebsrat der WJW schon einmal ähnlich gehandelt hätte. Es ist unschwer herauszulesen, dass die Beschäftigten sich alleine gelassen fühlen. Handlungs- und Planungssicherheit? Fehlanzeige! Der Sozialdezernent scheint an der WJW wenig Interesse zu haben, denn anders kann man seine bisherige Politik nicht interpretieren.“

Weiter problematisch bleibt auch die fehlende Mitgliedschaft der WJW im Arbeitgeberverband.  „Wie kann es sein, dass die Stadtverordnetenversammlung Tariftreue beschlossen hat, die Beschäftigten der WJW aber weiterhin ‚außen vor‘ sind? Zumal wenn man sich vergegenwärtigt, dass dem Geschäftsführer ein Gehalt in Höhe von 150.000 € zugebilligt wird. Skandalös und arbeitnehmerfeindlich!“, konstatiert Wilhelmy und kritisiert weiter:

„Auch der Magistrat steht hier in der Verantwortung. Dieser wird er jedoch bisher nicht gerecht! Solange es weder Planungssicherheit noch gerechte, d.h. tarifliche, Löhne bei der WJW gibt, wird die Jugendwerkstatt nicht zur Ruhe kommen.“

Foto: Rike / pixelio

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