Schlechte Zustände im Moritz-Lang-Heim


ULW – Fraktion stellt Anfrage zur Verbesserung der Lebensumstände für die Bewohner des Moritz-Lang-Heims der Altenhilfe Wiesbaden gGmbH

Die Zustände im Wiesbadener Moritz-Lang-Heim, ein Altenheim in Trägerschaft der städtischen Altenhilfe Wiesbaden gGmbH, sind für die Bewohnerinnen und Bewohner zurzeit schwer ertragbar.

In mehrerlei Hinsicht haben sich die Lebensumstände der Senioren verschlechtert. Ob gewollt oder ungewollt – sie wurden verschlechtert.

Dabei fängt es mit den kleinen Sachen an: Der Kiosk, mit dem sich die Bewohner auf kurzem Wege versorgen konnten, wurde ersatzlos geschlossen. Grund? Unbekannt. Oder ein anderes Beispiel: Das alljährlich stattfindende und beliebte Oktoberfest wurde ebenso ersatzlos gestrichen. Grund? Unbekannt. Es scheint fast so, als liege eine gewisse Systematik darin, den Rentnerinnen und Rentnern unvermittelt Leistungen und Tätigkeitsmöglichkeiten zu nehmen, da diese sich ja ohnehin nicht so stark wehren können…

Was auch immer der Grund für die Kürzungen sein mag – Sparkurs, Verschlankung, Neuformierung der Prozesse -, die Bewohnerinnen und Bewohner des Moritz-Lang-Heims bekommen ihn in ihrer Lebensrealität negativ zu spüren.

Leider lässt sich die Liste an Missständen weiterführen: Einige Senioreninnen und Senioren sprechen auch ganz offen von dem massiven Qualitäts- und Quantitätsverlust der täglich servierten Mahlzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Seit der Schließung der hauseigenen Küche und der Belieferung aus dem Toni-Sender-Heim in Biebrich habe sich das Essen stark verschlechtert.

Dagegen erscheint es fast wie ein beißender Zynismus, sich im Gegenzug mal die auf der Altenheims-Website abgebildeten Fotos der Mahlzeiten anzuschauen: Statt bunten Obstkörben, belegten Brötchen und frischem Gartensalat, finden sich faktisch auf den Tellern der Bewohner des Altenheims nur Toast, Salatüberreste und etwas Scheiblettenkäse wieder. Mehr Schein als Sein, könnte man sagen.

„Die Situation im Moritz-Lang-Heim muss sich dringend deutlich verbessern“, meint Veit Wilhelmy, Stadtverordneter der ULW und damit der einzigen Rathausfraktion, die sich ein Bild vor Ort gemacht hat. „Wir werden deshalb eine Anfrage an die Stadtverordnetenvorsteherin stellen und darauf drängen, dass die Sanierung im Bestand oder ein Ersatzneubau nach über 10jähriger Planung und Diskussion endlich angegangen und die Lebensumstände der Bewohner der Moritz-Lang-Heims verbessert werden.“

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